Der Landkreis Verden konnte als Kooperationspartner für eine weitere Maßnahme gewonnen werden, so dass die Lehrde auf weitere 385 m flussaufwärts revitalisiert werden konnte.
Flussaufwärts der L 159 weist die Lehrde einen naturnahen Verlauf auf, dichte Gehölzbestände begleiten beidseitig das Gewässer und ausgeprägte Erlenwurzeln bieten gute Fischunterstände. Defizitär ist aber auch in diesem Abschnitt das Sohlsubstrat, mit einem geringen Kiesanteil sowie starken Sedimentablagerungen.

Mit dem Einbau von Kiesbetten und Totholzelementen wurde das Gewässerbett partiell eingeengt und die Substrat-, Struktur- und Strömungsvielfalt verbessert sowie Laichhabitate für die Fischfauna angelegt. Wurzelstubben und Raubäumen dienen zusätzlich als Lebensraum für Kleinstlebewesen und Unterstände für die Fischfauna. Gleichzeitig lenkt der Raubaum die Strömung vom bestehenden Prallhang, der an einem Weg angrenzt, ab. Einzelne Störsteine, die flussabwärts des Prallhanges eingebaut wurden, ergänzen die Maßnahme und bieten der Fischfauna Strömungsschatten.
Aufgrund des dichten Baumbestandes konnte eine Maßnahmenumsetzung nur in bestehenden Gehölzlücken erfolgen.

Findlinge und Wurzelstubben erhöhen die Lebensraumvielfalt im ehemals sandigen Gewässerverlauf (Foto links). Ein Raubaum lenkt den Stromstrich vom Prallufer ab und bildet Unterstände für die Fischfauna (Foto rechts).
Durch eine gemeinsame Maßnahmenumsetzung von der Aktion Fischotterschutz, im Rahmen des Barben-Projektes, und dem Landkreis Verden konnte die Lehrde auf insgesamt 1.000 m ökologisch aufgewertet werden.
- Umsetzung: Oktober/November 2020
- Landkreis/Stadt: Landkreis Verden

