Im Frühjahr 2022 wurde an der Fuhse in Dedenhausen eine Revitalisierungsmaßnahme im Rahmen des Barben-Projekts umgesetzt. Mit einer weiteren Maßnahme soll diese Entwicklung flussabwärts fortgesetzt werden.
Die stetige Kommunikation und der Einbezug der lokalen Bevölkerung in Form von Presseartikeln, Exkursionen und Gesprächen am Wasser führte zu einer hohen Akzeptanz gegenüber der ersten Maßnahme. Im Zuge der Maßnahmenumsetzung sowie bei der Begehung der fertiggestellten Maßnahme mit den anliegenden Eigentümern und Bewirtschaftern zeichnete sich ab, dass die Beteiligten eine Weiterführung der Maßnahme begrüßen würden.
Die gewässermorphologischen Defizite, welche bereits 2020 auf dem ersten Maßnahmenabschnitt erfasst und kartiert wurden, setzen sich auf der neuen Gewässerstrecke flussabwärts fort. Eine Laufkrümmung ist praktisch nicht vorhanden. Die Uferbereiche sind zum großen Teil ohne Gehölzbestand, dadurch ist die Beschattung des Gewässers nur teilweise gegeben, übermäßiges Wachstum von Wasserpflanzen und eine unnatürliche Erwärmung des Wassers an Sonnentagen sind die Folge. Der Anteil an Hartsubstraten wie Holz und Kies im Wasser sind auch hier gering.
In einem Kooperationsprojekt, gemeinsam mit dem Unterhaltungsverband Fuhse-Aue-Erse, soll nun eine weitere Revitalisierungsmaßnahme auf maximal 500 m Gewässerstrecke umgesetzt werden. Durch den gezielten und gesicherten Einbau von Stammhölzern, Flussholzstrukturen und Kiesbetten soll die Strömungs- und Tiefenvarianz verbessert und der Anteil an Hartsubstraten im Gewässer erhöht werden. Durch die Schaffung kleinräumiger Strukturen sollen eine Vielzahl von Lebensräumen entwickelt werden, die typisch für natürliche Fließgewässer sind.
Auch in diesem Gewässerabschnitt wurden die Ufer beim Gewässerausbau in den 1950er Jahren mit Wasserbausteinen verbaut. Dies verhindert bisher eine naturnahe Entwicklung der Uferbereiche und soll zumindest teilweise zurückgebaut beziehungsweise entfernt werden.
Eine Besonderheit der potentiellen Maßnahmenstrecke ist ein Wehr, dessen Gefälle durch eine Rampe aus Wasserbausteinen ausgeglichen wurde. Die Erörterung von Möglichkeiten zur ökologischen Aufwertung dieser Struktur wird im Zuge der Planung berücksichtigt.

Zur Aufwertung der Uferbereiche sollen typische Gehölze der Hart- und Weichholzaue auf der Böschung und an der Böschungsoberkante gepflanzt werden.
- Umsetzung: Herbst 2022
- Kooperationspartner: Unterhaltungsverband Fuhse-Aue-Erse, Region Hannover, Gemeinde Uetze, Realverband Dedenhausen
- Landkreis/Stadt: Region Hannover
